In der Lüneburger Heide waren
unsere K70 ja schon mehrfach zu Jahrestreffen oder regionalen Treffen
zu Gast.
Das Gebiet der Lüneburger Heide erstreckt sich vom südlichen
Rand Hamburgs bis an den Vorharz, da nimmt es nicht Wunder, dass auch
das diesjährige Treffen wieder reich an neuen Eindrücken war.
Diese interessante Gegend lernt man nicht mal nebenher kennen. Die vielen
Sehenswürdigkeiten, die abwechslungsreiche Natur und die geschichtsträchtigen
Städte erschließen sich nicht bei wenigen Besuchen oder gar
im Vorbeifahren. So hatten Manuela und Mario Thimm mit Hilfe von Arne
Kunstmann ein sehr interessantes und großes K70-Treffen vorbereitet.
Am späten Sonnabendvormittag , dem 9.Mai,
trafen nach und nach immer mehr K70 auf dem Parkplatz des „Snow-Dome“
in Bispingen ein. Die Organisatoren hatten einen großen Zeitraum
von zwei Stunden für das Eintreffen vorgesehen, angesichts des
Pfingstreiseverkehrs eine gute Entscheidung. In diesem Jahr waren trotz
der rekordverdächtigen Treibstoffpreise besonders viele Reisende
auf den Autobahnen unterwegs. Baustellen, Unfälle und die widerlichen
Gaffer sorgten für Staus. Ursache dafür war sicher auch das
über das gesamte Pfingstfest anhaltende Sommerwetter, das z.B.
dem nahen Hamburger Hafengeburtstag 1,5 Millionen Besucher brachte,
vor einem Jahr war es eine halbe Million weniger, weil das Wetter schlecht
war.
Wer wollte, der konnte einen
Blick in den „Snow-Dome“werfen. Die Halle bietet wetterunabhängigen
Wintersport in Form von Skiabfahrten und Rodelvergnügen . Gleich
nebenan lockte die „Ralf-Schuhmacher- Kartbahn“ und das unvergleichlich
freundliche Schnellrestaurant mit dem großen goldenen "M".
Schon auf diesem Platz sammelten sich nicht
weniger als siebzehn K70 aus den Niederlanden und allen Teilen Deutschlands.

Im Konvoi ging nun die Fahrt über die herrlichen Landstraßen
der Lüneburger Heide zum „Heidekastell Iserhatsche“.
Der leicht
exzentrische Eigentümer Uwe Schulz-Ebschbach hat sich rund um eine
hölzerne Jagdvilla seinen Traum erfüllt: Barockgarten, Landschaftspark,
eine Glasbläserei, ein Preußenpavillion und ein Café
finden sich auf dem Gelände. Vieles davon kann man auch auf der Internetseite in Wort und Bild finden.

Danach ging es direkt weiter zum alten Schafstall
in der Nähe des Lopausees bei Amelinghausen. Amelinghausen dürfte
vielen Besuchern als Geburtsort der Jenny Elvers-Elbertzhagen bekannt
sein. Sie kam dort 1972 zur Welt. Mit 18 Jahren wurde sie Heidekönigin
ihres Heimatortes.
Der alte Schafstall liegt am Waldrand, bietet überdachte und freie
Sitzplätze, Grill und Schankanlage. Die hart gesottenen Teilnehmer
nahmen dort in Zelten und Wohnwagen trotz der vielen Mücken Quartier.
Am ersten Abend gab es Spießbraten vom
Grill, dazu viele Beilagen wie Brot, Salate und Gemüse.
Frisch gezapftes Bier stand ebenso wie "weiche Getränke"
parat, auch "Eigenversorgung" wurde erfreulicherweise geduldet.
Der Sonntagmorgen begann zunächst mit der
Würdigung des Geburtstages eines teilnehmenden Mitgliedes, bevor
sich der Konvoi aus vielen K70 und wenigen Alltagswagen nach Lüneburg
auf den Weg machte.

Dort erfuhren wir im Deutschen Salzmuseum viel über die Gewinnung
und den Reichtum, den das Salz einst der inzwischen verschuldeten Stadt
Lüneburg brachte. Auch über das Salzmuseum kann man im
Internet einiges erfahren.
Nach dem Museumsbesuch schloss sich noch eine sehr interessante
Stadtführung durch das wunderschöne und von Kriegsschäden
verschont gebliebene Lüneburg an. Natürlich konnten auch hier
"Kaffeetanten" und "Eisonkel" ihren Lastern frönen.

Über eine beschauliche Route ging es dann
wieder zurück zum alten Schafstall. Dort gab es dann Nackensteaks,
Putensteaks, Bratwurst, etc. So manches Lied wurde angestimmt, viele
gute Gespräche geführt, fröhliche wie nachdenkliche,
zum K70 und "über Gott und die Welt".

Am Montag wurde noch ein Spaziergang
durch das Pietzmoor angeboten. So mancher Teilnehmer verlängerte
auch wegen des schönen Wetters spontan seinen Aufenthalt in der
Lüneburger Heide. Mehr zum Pietzmoor bei Schneverdingen kann man hierlesen.
Text: Hans-Ulrich Neumann
Fotos: Andreas Kernke, Hans-Ulrich Neumann
|