Auf dem Weg nach Heilbronn hatte ich noch schnell der Freiwilligen Feuerwehr Kornwestheim einen Anlasser für deren Feuerwehr-K70 vorbeigebracht. Die anschließende Probefahrt zeigte keine weiteren Defekte, sodaß einem Einsatz der Jugendfeuerwehr beim Tag der offenen Tür am kommenden Woche nichts mehr entgegensteht. Also ging’s weiter zum vereinbarten Treffpunkt, einem Restaurant in Heilbronn in unmittelbarer Nähe des Süddeutschen Eisenbahnmuseums.
Dort wußte man allerdings nichts von meiner schriftlich und telefonisch bestätigten Reservierung und hatte obendrein
geschlossen. Tja, Pächterwechsel und nichtvorhandener Informationsfluß. Irgendwie konnte ich den „neuen“ doch noch
überzeugen, für uns den Pizzaofen anzuwerfen und uns eine kleine Menüauswahl anzubieten. So kamen wir schließlich doch noch zu einem reichhaltigen Mittagessen, noch dazu wirklich lecker, zu mehr als fairen Tarifen, und das ganze auf der Terrasse bei schönstem Wetter.

Pünktlich um zwei ging es weiter zum
Museum. Aufgrund einer Baustelle in
der Hauptzufahrt fuhren wir durch
einen Hintereingang – wo zwei weitere
K 70 bereits auf uns warteten – direkt
zur Drehscheibe. Dort konnten wir wie
verabredet unsere inzwischen 9 K70
postieren.

Helmut war mit seinem Golf
da, der durfte draußen bleiben (der
Golf, nicht Helmut). An der Drehscheibe bot sich uns ein
ungewohnter Anblick: Der
Ringlokschuppen mit seinen 13
Ständen, hinter jedem eine Dampflok.
Das hatte irgendwie was von einem
Adventskalender. Davor eine „64er“
und die Drehscheibe. Auf der anderen
Seite der Scheibe unsere farbenfrohen
K70. Und ein paar Meter weiter eine 01.10 unter Dampf.

Kurz drauf ging es
dann los zur Führung.
Zunächst durch den Ringlokschuppen mit der Werkstatt und den fahrbereiten Dampfloks.
Hier kamen so ziemlich alle aus dem Staunen nicht mehr heraus: Die zumeist großen und schwarzen Exponate an sich, das Werkstatt-Personal bei der Arbeit an den teilzerlegten Loks, dazu die auch für Nicht-Bahnexperten verständliche und mit geschichtlichem und technischem Hintergrundwissen gewürzte Führung. Vor einer der Loks hatte sogar noch eine schnuckelige Draisine platz. Markus war kaum mehr loszueisen. Naja, irgendwie verständlich ... VW-Motor ... Nach einer Stunde Führung gab’s erstmal eine Stunde Pause mit Kaffee und Kuchen auf der jetzt sonnigen Terrasse. Dazu natürlich Benzin- und ausnahmsweise Kohlen- Gespräche, heute mit Dampflok-, Drehscheiben- und K70-Blick.

Teil zwei der Führung war dann in der Wagenhalle mit den Personenwagen (u.a. einem Abteilwagen aus dem vorvorigen
Jahrhundert, der jahrzentelang als Gartenlaube gedient hatte) sowie der Diesel und elektrischen Fraktion. Jetzt war es Helmut, der vor lauter Großdieseln fast nicht mehr wegzubekommen war. Heinrich hätte wahrscheinlich die 50er aus Esslinger Produktion am liebsten mitgenommen.

Nach gut anderthalb Stunden hatten wir auch die Wagenhalle einmal durch. Auf der Terrasse trafen wir anschließend einen
Großteil unserer Damen wieder, die sich mehr oder wenige unbemerkt nach und nach
ausgeklinkt hatten.

Nachdem es bereits fast 18 Uhr war, machte
sich gut die Hälfte von hier aus auf den
Heimweg. Der harte Kern hatte wie üblich immer noch
nicht genug und fuhr zum Ausklang zum
Biergarten auf die Burg Stettenfels. Da gab es
Abendessen und Panorama satt.
So gegen acht verschwand schließlich die Sonne hinter der Burg. Das war dann auch für
die letzten das Zeichen zum Aufbruch.
Irgendwie hat mal wieder alles gepaßt.
Anfang September geht es zum nächsten
Regionaltreffen nach Innsbruck.
Text und Fotos: Andreas de Wall
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